Online Marketing für Startups: 5 Tipps aus der Praxis

Start-ups stehen im Online Marketing vor ganz besonderen Herausforderungen und müssen sich häufig mit anderen Themen als etablierte Marken beschäftigen. Aber was genau ist anders und was muss man beim digitalen Marketing für Start-ups beachten? Ich habe die wichtigsten Erfahrungen aus meiner Arbeit mit Start-ups aus verschiedenen Branchen anhand von 5 praktischen Tipps zusammengefasst.

1. Sei agil und flexibel

In der Welt eines jungen, dynamischen Unternehmens ist meist nichts in Stein gemeißelt. Rahmenbedingungen können sich von heute auf morgen ändern: Ein neuer Investor steigt ein und bringt frisches Budget mit, ein neuer Markt wird bearbeitet oder das Produkt und seine Zielgruppe ändert sich weil plötzlich ungeahntes Potenzial auftaucht.

Das hat zur Folge, dass es bei der Marketing Arbeit für Start-ups zwar nie langweilig wird, aber die ständige Veränderung ist natürlich auch eine gewisse Herausforderung. Was letzte Woche vereinbart wurde, kann sich heute schon wieder geändert haben. Daher zählt bei der Zusammenarbeit mit Start-ups vor allem Flexibilität und Spontanität.

2. Kommunikation & Austausch ist essenziell

Gerade aufgrund der permanenten Veränderung und der daraus notwendigen Flexibilität ist ein enger Austausch des Teams enorm wichtig. Sind externe Partner wie Berater oder Agenturen an Board, so sollten regelmäßige Meetings - sei es persönlich oder via Skype - einen fixen Kalenderplatz haben. Und auch die Organisation der Kommunikation (Stichwort Projektmanagement und/oder Chat-Tools) sollte ganz oben auf eurer Prio-Liste stehen, denn E-Mail alleine reicht für effiziente Prozesse und Organisation meistens nicht aus.

3. Nutze deine Vielseitigkeit

Einen SEO Verantwortlichen, einen Online Redakteur, einen Social Media Manager sowie ein eigenes Development Team für Website & Onlineshop. Die Liste an potentiellen Teammitgliedern ist lang. Doch in Start-ups gibt es diese Positionen häufig (noch) nicht. Meist fehlt es an Budget oder auch an Zeit, um ständig neues Personal zu rekrutieren. Daher ist sowohl bei internen als auch bei externen Teammitgliedern Vielseitigkeit und breites Wissen gefragt, um möglichst viele Dinge hands on umzusetzen zu können. Dabei muss man manchmal einfach machen und sich bei fehlendem Wissen notfalls rasch in Blogs und Foren einlesen. Für wichtige Spezialthemen (beispielsweise das Aufsetzen des idealen Trackings und Reportings) bietet es sich allerdings an, zumindest punktuell auf hochspezialisierte Experten zurückzugreifen.

4. Kümmere dich zuerst um Reichweite & Bekanntheit

Marketing für bekannte Unternehmen und Marken unterscheidet sich meist grundlegend vom Online Marketing für neue und unbekannte Produkte. Denn im Gegensatz zu etablierten Marken muss bei einem Startup in der Anfangsphase das neue Unternehmen bzw. Produkt erst einmal bekannt gemacht werden. Wie das am besten funktioniert? Hier gibt es kein Patentrezept und je nach Branche und Produkt muss überlegt werden, welche Channels und Maßnahmen am sinnvollsten sind und wie man die potenzielle Zielgruppe am besten erreicht. Eine große LinkedIn Kampagne? Fokus auf Content Marketing & SEO? Oder doch eher Influencer Kooperationen und Instagram Ads. Wichtig ist, dass zu Beginn eine Marke geschaffen wird, die im Gedächtnis bleibt. Daher sollte vor allem in der Anfangsphase nicht beim Thema Branding und Reichweite gespart werden.

5. Sei effizient aber kein Sparefroh

Du hast dir einen kreativen Plan überlegt, um dein Start-up bekannt zu machen? Toll! Jetzt fehlt nur mehr das entsprechende Budget. Eine der größten Herausforderungen für Start-ups ist, das meist sehr begrenzt vorhandene Online Marketing Budget. Daher muss man umso stärker überlegen und testen, welche Channels wirklich effizient sind und wie man möglichst günstig Bekanntheit und im nächsten Schritt Conversions erzielen kann. Zum Glück kann man auf vielen Online Kanälen auch mit schlanken Budgets einiges erreichen. Mit einer Mischung aus inhouse Leistungen und externer Unterstützung kannst du beispielsweise im SEO Bereich oder auch in der Arbeit mit Influencern mit überschaubarem Budget gute Ergebnisse erzielen. Wichtig ist aber auch hier die Kreativität: Wenn das fette Mediabudget fehlt, muss einfach dein Content oder deine Werbung so gut sein, dass sie auch organisch performt. Allerdings: Ganz ohne Mediabudget wird es nicht gehen – so viel kann ich schon mal verraten. ;)

Du möchtest noch mehr über Onlinemarketing für Start-ups erfahren? Dann vereinbare gerne dein persönliches Beratungsgespräch.

Barbara Ginzinger

Digitale Schmiedemeisterin